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1. Man muss unter- oder übergewichtig sein um eine ES zu haben.

Falsch. Insbesondere Menschen, die unter Bulimie leiden sind häufig normalgewichtig.
Eine Essstörung drückt sich in erster Linie in der Gedankenwelt und im Verhalten eines Menschen aus. Hinzu kommt, dass es bei manchen Essstörungen immer wieder zu extremen Fressanfällen kommt, die das Gewicht nach oben pushen.
D.h. das Gewicht ist kein zwingender Indikator für Essstörungen.

2. Eine Magersüchtige ist gesund sobald sie zugenommen hat.

Falsch! Dieser Fehlglaube hat oftmals schlimme Folgen. Nachdem sich eine Magersüchtige beispielsweise in stationärer Behandlung begeben hat bei der sie auf ein normales und gesundes Gewicht kommt und anschließend entlassen wird kommt es nicht selten (insbesondere dann, wenn nur die körperlichen "Anzeichen" der ES behandelt werden) dazu, dass sie verstärkt das Gefühl bekommt, dass ihr die Kontrolle über ihren Körper genommen wurde, was dazu führt, dass sie teilweise sogar noch extremer beginnt zu hungern.
Zu glauben eine Magersüchtige bräuchte nur zuzunehmen um wieder gesund zu sein, wäre wie zu behaupten ein Asthmapatient sei geheilt nur weil er gerade in diesem Moment nicht nach Luft schnappt.
Man muss sich die Frage stellen: In wie weit können sich auf den Körper auswirkende Merkmale Anzeichen für eine psychische Krankheit sein.

3. Nur Frauen und junge Mädchen bekommen Essstörungen.

Falsch! Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sind 5% der Gesamtbevölkerung Männer, die unter einer Essstörung leiden.
10% aller Essgestörten sind männlich. D.h. Essstörungen sind keine Krankheiten, die nur Frauen vorbehalten sind. Erkrankungen bei Männern sind genauso ernst zu nehmen.

4. Nur die Medien sind für Essstörungen verantwortlich.

So pauschal lässt sich das einfach nicht sagen.
Wenn es so einfach wäre, müsste jede Frau, die jemals eine Modezeitschrift aufgeschlagen hat unter einer Essstörung leiden.
Es ist nicht der Fall, dass Essgestörte sich leichter von den Medien beeinflussen lassen und ihre Krankheit auf das gängige Schönheitsideal der dünnen Frau zurückzuführen ist.
Krankheiten wie Magersucht und Bulimie gibt es nicht erst seit der Erstausgabe der Cosmopolitan.
Darüberhinaus kann ein essgestörtes Verhalten auch vollkommen unabhängig von dem Wunsch einem Schönheitsideal zu entsprechen entstehen.
Essstörungen sind Anzeichen für ein tiefsitzendes Problem und dies auf Oberflächlichkeiten wie den Schlankheitswahn zu reduzieren hieße lediglich die Krankheit an sich nicht zu verstehen.
Zwar haben die Medien natürlich einen großen Einfluss auf unser aller Denkweise, doch ihnen die alleinige Schuld an der Verbreitung von Essstörungen zu geben bedeutet in meinen Augen Eigenverantwortung abzulehnen.

5. Eine ES ist lediglich eine Phase.

Falsch! Eine Diät ist evtl. eine Phase, eine Essstörung ist aber keine Diät!
Wie erklärt man sich sonst, dass bei den meisten Betroffenen sich das gestörte Essverhalten bereits im Kindesalter manifestiert hat?
Aus meiner Erfahrung durch den Austausch von Essgestörten kann ich sagen, dass bei gut 70% der Betroffenen im eigenen Elternhaus das Thema Essen immer wieder auf den Tisch kam (Achtung: Wortspiel!)
Nicht selten betrieben die eigenen Eltern immer wieder eine Diät, kämpften mit ihren Gewicht, suggerierten den Kindern, dass es falsch ist zu viel zu essen, zu viel zu wiegen.
Oder genau gegenteilig: Aus Vernachlässigung, Zeitmangel etc. wird das Kind vor den Fernseher verfrachtet um sich selbst zu beschäftigen.
Gemeinsame Mahlzeiten finden nur selten statt, Schokolade wird als Belohnung fürs Zimmer Aufräumen ausgehändigt.
Natürlich muss daraus nicht zwangsläufig eine ES entstehen, aber jene die unter einer ES leiden berichten häufig davon, dass bereits in jungen Jahren die Ernährung eine Rolle gespielt hat.
Natürlich gibt es auch Fälle bei denen sich ein gestörtes Essverhalten vollkommen erstmalig und plötzlich entwickelt, aber in einer Gesellschaft in der bereits 10-Jährige ihre erste Diät hinter sich haben wäre es gefährlich zu glauben eine Essstörung sei nur eine Phase, die sich irgendwann wieder von alleine legt.
Bei den 50% der Magersüchtigen, die sich dazu entscheiden eine Therapie zu beginnen dauert es im Durchschnitt ca. fünf Jahre bis dauerhafte und deutliche Erfolge zu sehen sind.
Hierbei von einer vorübergehenden Phase zu sprechen ist schlicht und ergreifend falsch.

6. Wer normal isst hat keine Essstörung.

Falsch! Ein gestörtes Essverhalten lässt sich oft über einen sehr langen Zeitraum gut und erfolgreich verheimlichen. Insbesondere wenn ein Betroffener das Gefühl hat von seinen Mitmenschen diesbezüglich beobachtet oder sogar kontrolliert zu werden steigt die Angst erwischt zu werden gleichermaßen mit der Raffinesse zu vertuschen wie viel, was und wann man isst. "Ich hab schon gegessen.", "Ich nehm mir einen Apfel mit.", "Ich kauf mir was in der Pause.", "Ich ess nachher bei einer Freundin" usw.
Des weiteren gibt das Essverhalten natürlich keine Auskunft darüber ob die betroffene Person sich nach der Mahlzeit nicht evtl. den Finger in den Hals steckt, Abführmittel verwendet oder übermäßig viel Sport treibt.
Natürlich ist das Essverhalten am aussagekräftigsten, aber es ist nicht zwingend gesagt, dass ein Mensch mit einer Essstörung immer sehr wenig isst.
Darüberhinaus darf man nicht vergessen, dass es mehr als nur Magersucht und Bulimie gibt (wie viele Menschen glauben). BED (salopp: Esssucht) zeichnet sich z.B. durch den übermäßigen Verzehr von Nahrung aus, Orthorektiker machen oft den Eindruck gesünder als man selber zu essen. Beides sind Essstörungen dessen Folgen ebenso fatal sein können wie die der Magersucht und sollten gleichermaßen ernst genommen werden.

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